Kolumne No. 25 (jan2014)

Was ist der VERSTAND?

Der Versuch einer Analyse des Verstandes und des Egos

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FROHES, GESUNDES NEUES 2014 !!! – PROLOG

THEORIEN ÜBER DEN VERSTAND

GRENZEN DES VERSTANDS

ALTERNATIVE SICHTWEISEN AUF DEN VERSTAND

EPILOG

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FROHES, GESUNDES NEUES 2014 !!! – PROLOG

Na dann, noch ein Frohes Neues Jahr an alle Leser, Follower, Freunde, Fans und Freaks! Kann man ja noch wünschen, nech? Na, machen wir mal alle das Beste aus 2014.  Viele Leute haben sich bestimmt wieder viele gute Vorsätze vorgenommen für das neue Jahr. Kann uns bei diesen Vorhaben der Verstand helfen? Oder kann der Verstand manchmal hinderlich sein im Alltag? Klingt paradox, nicht? In dieser Kolumne versuchen wir dem Mysterium des VERSTANDES auf die Spur zu kommen.

Mein guter Freund und Musik-Kollege FREYMANN aus Dessau bat mich bereits vor mehr als 12 Monaten, als ich grad die Maya+Musik-Kolumne veröffentlicht hatte, doch mal eine Kolumne über den Verstand zu schreiben. Freymann bat mich zudem, mehr meine eigene Meinung und Perspektive über den Verstand im Artikel zum Ausdruck zu bringen. Frey wollte weniger Zitate und Sichtweisen anderer Experten auf das Thema „Verstand“, als vielmehr meine persönliche Meinung. Aha, ich soll jetzt also definieren, was der Verstand ist? Na, ich glaub diese Mammut-Aufgabe kann ich nicht leisten. Aber wollen wir es versuchen, fragen wir uns: Was ist der VERSTAND?

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THEORIEN ÜBER DEN VERSTAND

Tja, wie fang ich am besten an? Obwohl Frey ja wollte, keine Fremd-Definitionen zu bringen, erscheint mir dennoch folgendes geboten. Ich beginne mit einer Übersicht, was andere Experten über den Verstand zu sagen hatten. Einfach, um Euch einen generellen Einstieg ins Thema zu geben. Denn ich persönlich betrachte den Verstand kritisch; oder besser: Die Bedeutung, die dem Verstand in unserer westlichen Gesellschaft beigemessen wird, betrachte ich eher kritisch. Warum? Erkläre ich später;)

Laut Wikipedia ist der Verstand „ … in der Philosophie das Vermögen, Begriffe zu bilden und diese zu Urteilen zu verbinden. Die heutige Verwendung des Begriffes wurde maßgeblich vom Philosophen IMMANUEL KANT (1724 – 1804) geprägt, der dem Verstand häufig die Vernunft gegenüberstellt, ihn aber auch von der Wahrnehmung unterscheidet.“  Für Philosoph ARTHUR SCHOPENHAUER (1788 – 1860) beschränkte sich der Verstand auf das Erkennen von Ursache und Wirkung.  Der Philosoph und Mathematiker RENÉ DESCARTES (1596 – 1650) sprach den weltberühmten Satz: „Ich denke also bin ich.“ (latein: „cogito ergo sum“) So wahr dieser berühmte Satz auch scheint, er ist nicht ganz richtig, denn um zu sein, braucht man nicht denken. Das Denken ist keine unabdingbare Bedingung für das Sein. Was Descartes mit diesem Ausspruch auslöste, war die Überbetonung des Verstandes in unserem Alltag – zumindest in der westlichen Welt. Die Intuition, das höhere Selbst, selbst GOTT und Göttliche Inspirationen – all diese zuvor Jahrtausende alten Erkenntnisse der Menschheit – wurden mehr und mehr zurückgedrängt. Es kam nach Descartes das Zeitalter der Aufklärung und dem Verstand wurde eine immense Bedeutung zugeschrieben. Das Ego feierte Freudentänze – und glaubte alles mit dem Verstand lösen zu können. Doch … was macht der Verstand genau im Kopf? Ist der Verstand ein einheitlicher Akteur oder setzt er sich aus verschiedenen Teilen zusammen? Kann der Verstand die wirkliche Realität überhaupt erkennen?

SIGMUND FREUD (1856 – 1939), der bekannte Begründer der modernen Psychologie und Psychoanalyse, erarbeitete das Konzept von „EGO – ICH – ES – ÜBER-ICH“. Mit diesem Modell versuchte er der Psyche, dem Verstand, dem SELBST – also dem innersten Wesenskern des Menschen – wissenschaftlich auf die Schliche zu kommen. Aus Zeit- und Platzgründen kann ich dieses Konzept nicht näher erläutern, bitte selbst recherchieren – falls gewünscht 🙂 Was Freud jedoch für unser heutiges Selbstverständnis leistete, war die Erkenntnis, dass WIR NICHT EINER SIND, NICHT NUR 1 STIMME im Kopf haben, sondern dass viele Stimmen quasi in unserem Verstand herumbrabbeln und rumlabern. Diese Stimmen hält der „normale“ Mensch – besonders im westlichen Kulturkreis – für sich selbst. D. h. der Mensch glaubt, dass er diese Stimme(n) selbst ist und erzeugt. Natürlich stimmt diese Behauptung auf einer Ebene; aber der Mensch ist halt NICHT NUR diese Stimme(n), sondern der Mensch IDENTIFIZIERT sich nur mit dieser Stimme – während er in WAHRHEIT viel mehr als diese Stimme(n) ist. Zumal diese Stimmen ja oft im Konflikt miteinander stehen. Der philosophisch gesprochen zerrissene Mensch zweifelt als Zwei-Beiner immer wieder und folgt mal der Stimme des ES, mal der Stimme des EGO, mal der Stimme des ÜBER-ICH. Zusammenfassend kann man nach Freud sagen, dass folgende Stimmen in unserem Verstand wirken:

Die Stimme des ICH = das vermeintliche Selbst oder auch das EGO, „falsches Selbst“ genannt.  Warum? Erkläre ich später;) Die Stimme des ES = das triebhafte Element der Seele: Instinkte, Sexualtrieb, Hunger, Durst, etc. Die Stimme des ÜBER-ICH = gesellschaftliche Normen, Werte und Moralvorstellungen, die das Individuum durch die Erziehung, Familie, Schule, Umgebung erfährt.

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Mit diesem Schema hat Freud der Psychologie und Neurologie einen tollen Dienst erwiesen, denn er schlüsselte auf, dass unser VERSTAND nicht ein einheitlicher Block ist, sondern aus verschiedenen Schubfächern und Arealen besteht. Damit haben wir schon ein 1. Problem beim Verstand festgestellt: Er plappert munter los, zielstrebig sieht anders aus. Das Grundproblem des Verstandes: Zwanghaftes Denken. Bitte versteht mich nicht falsch: Der Verstand ist als Werkzeug wichtig, denn der Verstand half auch, diese Kolumne zu schreiben. Aber der Verstand hat seine Grenzen …

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GRENZEN DES VERSTANDS

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Um es mit gestelzten Worten auszudrücken: Der Verstand ist nicht monolithisch konstituiert, sondern der Mensch und sein Verstand ist ein komplexes Mehr-Ebenen-System, in welchem verschiedene, teilweise divergierende Interessen miteinander in Konflikt stehen.  Dies ist der erste Aspekt, der die Verwirrtheit und damit Fehlbarkeit des Verstandes aufzeigt. „Gebrauch Deinen Verstand“ ist ein oft gebrauchtes Sprichwort, um einen anderen Menschen anzuhalten, mal die Dinge genauer prüfen. Doch wie soll ein Mensch Dinge seiner Umgebung prüfen, wenn er nicht weiß, WELCHES AREAL grade das Sagen hat. Wie oft ist es der Verstand, der uns am Einschlafen hindert oder sich wirre Horror-Szenarien für die Zukunft ausmalt. Fragt Euch bitte selbst: Seid ihr es, der den Verstand befehligt? Oder kontrolliert der Verstand Euch? Wie ich das meine … ? Erkläre ich später;)

Der zweite Aspekt, der die Fehlbarkeit des Verstandes aufzeigt, ist das, was Schopenhauer sagt: Der Verstand beschränkt sich nur auf das Erkennen von Ursache und Wirkung. Wo aber die Ursache herkommt, das kann der Verstand nicht beantworten. Der Verstand kann also nur in begrenzten Bahnen denken. Gibt es noch was „hinter dem Verstand?“

Angesichts dieser offensichtlichen „Defizite“ des Verstands, kommen wir nun zu meinem „Erkläre ich später;)“. Ich sehe persönlich den Verstand kritisch. Grade wenn der Verstand uns quält mit negativen Gedanken, dann wollen wir diese Gedanken oft gar nicht. Mystiker sagen ja auch: Wir müssen lernen die Gedanken zu kontrollieren. Die Gedanken dürfen nicht uns kontrollieren. Außerdem denkt der Mensch oft, dass er sein EGO sei. Dass er gleichbedeutend mit seinem Ego ist. Aber dieses Ego ist eine Illusion, eine Chimäre. Zumindest was unsere Existenz angeht. Sicher braucht man ein „gesundes Ego“ um sich als Individuum in dieser Welt wahrzunehmen. Aber das EGO ist nicht alles, was wir sind. Wir sind mehr, wir sind eine Seele – mal religiös-spirituell gesprochen. Da kommt der Begriff des „falschen Egos“ her. Der Verstand verspricht etwas, was er nicht halten kann. Der Verstand, das Ego glaubt immer, den totalen Überblick zu haben – obwohl es eigentlich nichts weiß. Nach jahrelanger spiritueller (Geistes-)Arbeit traue ich mir zu sagen: Hinter dem Verstand scheint es einen Raum zu geben. Einen GÖTTLICHEN RAUM, aus dem Intuition, Erkenntnis, göttliche Eingebung, das Eins-Sein mit allen Lebewesen und  Gott herausfließen. Bleiben wir bei dem Satz „Ich denke also bin ich“ von Descartes. Er setzt Existenz mit Denken gleich. Das ist nicht korrekt. Was passiert im Traum? Was passiert im Koma? Was passiert in der Meditation? Dort laufen natürlich unterbewusste Prozesse im Gehirn ab – aber der VERSTAND und damit der bewusste Denk-Prozess an sich sind nicht aktiv. Dennoch leben wir dann …

Was passiert bei Unfällen? Ich selbst hatte mal einen Auto-Unfall – im Moment des Unfalls, da hatte ich das Gefühl, dass buchstäblich die Zeit anhielt. Ich hatte keinen Gedanken, mein Kopf war sprichwörtlich leer. Dennoch reagierte ETWAS (Freud würde sagen das ES, aber es war noch mehr als nur der Überlebens-Trieb…) in mir. Ich setzte am Lenkrad die entscheidenden Lenk-Impulse – und konnte meinem Beifahrer und guten Kumpel Nitzer und mir das Leben retten. Viele Menschen, die Unfälle erlebt haben, sprechen von ähnlichen Geisteszuständen im Augenblick des Unfalls. Manche spirituell orientierte Menschen sprechen davon, dass hier ein Schutzengel oder eine göttliche Macht (Gott) direkt eingegriffen habe … Ja, da kann was dran sein …

Die Unfall-Erfahrung half mir, im Laufe der Zeit immer mehr spirituelle und psychologische Themen zu begreifen (Meditation, Geistesschulung, Gedankenkontrolle etc.) Denn ich las davon, dass der Mensch es schaffen kann, seine Gedanken ANZUHALTEN. Völlige Gedankenfreiheit? Ist das möglich? Der spirituelle Lehrer ECKHART TOLLE und viele asiatische Traditionen (Hinduismus, Buddhismus), aber auch christliche und westliche Mystiker sprachen und sprechen davon: Es sei möglich, die Gedanken anzuhalten bzw. zu kontrollieren. Für den „Normalmensch“ scheint das ein Ding der Unmöglichkeit – und ich hätte diese Thesen wohl auch alle abgelehnt. Wenn ich nicht meinen Unfall gehabt hätte. Denn in dieser Situation sah ich: Ich „denke nicht“, aber reagiere trotzdem. Im Laufe der Jahre hab ich auch bisher einige Male meditiert und meinen Verstand geschult; denn es gibt zwischen 2 Gedanken immer 1 Lücke. Wenn man sich geistig auf diese Lücke konzentriert, dann schafft man es mit der Zeit, diese Lücke auszudehnen … und dann merkt man: Ich hab jetzt im Moment keinen Gedanken, aber es öffnet sich ein RAUM, eine STILLE. Dieser besagte, von mir jetzt mal GÖTTLICHER RAUM genannt, wird von Eckhart Tolle thematisiert. Tolle, in Dortmund geboren, aktuell in den USA lebend, kündigte nach einem Erleuchtungs-Erlebnis seinen Job an der Cambridge University in England und wohnte jahrelang als Penner auf einer Parkbank – und erkannte: Der Verstand ist unwichtiger als wir glauben! Tolle sagt: Gemeinhin müsste man annehmen, wenn man den Gedankenprozess (den Verstand) beendet, dann fällt man intellektuell auf ein niedriges Level. Man wird „dümmer“. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Wenn man die Gedanken mal stoppt – und danach wieder über ein Problem des Alltags grübelt – dann ist man viel frischer, als wenn man sich stundenlang das Gehirn zermartert und auf keine Lösung kommt. Tolle sagt, dass aus dieser STILLE die göttliche Inspiration fließt. Diese Stille war es wohl auch, die mir bei meinem Unfall half. Man kennt das ja auch aus Alltagstätigkeiten wie Job oder Studieren: Wenn’s nicht mehr weitergeht, einfach mal aus dem Fenster gucken. Alle Mystiker sagen: Wenn man den Verstand nur noch als Werkzeug, als geistiges Instrument nutzt – und sich nicht mehr vom Verstand dominieren lässt, dann ist man auf dem richtigen Weg geistiger Erkenntnis. Weil dann WISSEN EINEM ZUFÄLLT. Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis, es ist eine persönlich-individuelle Erfahrung, die jeder Mensch selber machen muss. Von daher: Probiert’s aus! Weniger Verstand und mehr Intuition – und ihr könnt Wunder erleben …

Ich könnte noch viel, viel, viel mehr schreiben – aber ich wollte mit dieser Kolumne nur einen kleinen Impuls für das Thema VERSTAND geben. Fühlt Euch frei und forscht selbst weiter nach.

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ALTERNATIVE SICHTWEISEN AUF DEN  VERSTAND

Zum Abschluss noch ein paar moderne alternative Sichtweisen auf den Verstand. Ich zitiere ALEXANDER WAGANDT erneut, der schon beim Maya+Musik-Artikel Pate gestanden hatte. Wagandt kommentiert den Verstand so: Der Verstand kann das nicht greifen, der Verstand braucht immer Veränderung, um etwas zu greifen. In einer Meditation ist für den Verstand etwas in Gang, was nicht verstanden wird.“

Interessant ist auch das Buch „Proof Of Heaven“von Dr. EBEN ALEXANDER, einem Doktor der Neurochirurgie (Gehirn-Chirurgie) an der berühmten Harvard University. Der Mediziner fiel selbst in ein 7 Tage langes Koma, da aggressive Bakterien sein Gehirn befallen hatten. Nach einer Woche konnte er dank seiner Arbeitskollegen im Harvard Universitäts-Klinikum (Harvard Medical School) wieder ins Leben zurückgeholt werden. Dr. Alexander war quasi klinisch tot – und dennoch hatte er Wahrnehmungen. In seinem Buch, das er auch gegen viele Anfeindungen aus Kollegen-Kreisen publizierte, spricht er davon, das „Jenseits“ gesehen zu haben. Zumindest glaubt auch Dr. Alexander als ehemaliger Atheist mittlerweile an die Seele. Denn meine Gehirnareale, die Bilder und Gedanken erzeugen als auch wahrnehmen, waren in meinem 7-tägigen klinisch toten Zustand nicht mehr aktiv“, wie Dr. Alexander schreibt. Aus konservativer medizinischer Sicht hätte Dr. Alexander keine Wahrnehmungen im Koma haben dürfen – hatte er aber!

SRI NISARGADATTA MAHARAJ (1897 – 1981) war ein weiser indischer Mann, zu dem viele Sinnsuchende aus dem Westen kamen in den 1970er Jahren. Hier ein spannender Dialog aus den „ICH BIN“-Gesprächen zum Thema:

MAHARAJ: „Die Natur des Verstandes ist es, zu teilen und Gegensätze zu schaffen. Könnte es einen anderen Verstand geben, der vereint und harmonisiert? Der in den Teilen das Ganze erkennt und die Teile völlig verwoben miteinander sieht?“

FRAGE: „Dieser andere Verstand – wo soll man den suchen?“

MAHARAJ: „Indem man über den begrenzenden, teilenden Verstand hinausgeht, indem man den mentalen Prozess, so wie wir ihn kennen, beendet (!!). Wenn die Gedanken aufhören, dann wird der andere Verstand geboren.“

FRAGE: „Ist es die Liebe, welche die Brücke schlägt?“

MAHARAJ: „Was sonst? Der Verstand schafft den Abgrund, das Herz überwindet ihn.“

Zudem möchte ich einen weiteren hinduistischen Guru zitieren. Mich bitte nicht falsch verstehen, ich mag das Konzept des Gurus nicht wirklich, da mit dem Guru-Status auch oft Machtmissbrauch und Korruption einhergeht. Aber diese Aussage hier von PARAMAHAMSA NITHYANANDA ist spannend.

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EPILOG

Kann der Verstand die wirkliche Realität überhaupt erkennen? Ich stelle diese Frage bewusst noch einmal. Denn wir konnten sehen, dass der Verstand einerseits fragmentiert, also aufgespalten ist (Freud’sches Modell). Und wir konnten feststellen, dass der Verstand andererseits selbst in seiner Erkenntnisfähigkeit begrenzt zu sein scheint (Schopenhauer-Zitat). Zudem gibt es Mystiker wie Tolle, die auf die geistige Frische hinweisen, die man hat, wenn der Verstand ab und zu mal in den Urlaub geschickt wird.

Nun vergegenwärtigen wir uns noch, dass die Physik festgestellt hat, dass wir als Menschen nur ca. 0,5 – 1 % des Elektromagnetischen Spektrums wahrnehmen können. Unsere Lichtrezeptoren in den Augen und die Licht-Perzeptionsprozesse in unserem Gehirn sind beschränkt und können nur eine gewisse, limitierte Range von Licht verarbeiten. Das bedeutet: Wir nehmen FAST GAR NIX WAHR, Leute! Und dennoch bilden wir uns ein, irgendwas mit unserem Verstand zu checken?

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Versteht Ihr langsam, worauf ich hinaus will? Und ob das Elektromagnetische Spektrum wirklich die „gesamte Realität“ abdeckt, muss eigentlich bezweifelt werden. Denn wer hat das Spektrum „entdeckt“? Na, der Verstand, der per sé begrenzt sein muss. Da menschliche Existenz immer begrenzt ist. Wir können alles immer nur aus menschlicher Perspektive, mit unseren begrenzten Sinnen und Erfahrungswerten wahrnehmen und werten – oder wir öffnen uns der Stille. Hier geht es nicht um ein „Entweder-Oder“, sondern um ein „Sowohl-Als-Auch“. Wir müssen Frieden schließen mit unserer beschränkten menschlichen Existenz – und ich würde jedem anraten, auch versuchen, in die STILLE hineinzuhorchen. Tolle sagt sinngemäß: „Die Stille existiert sogar hinter Musik und Krach. Auch hinter den Tönen kann man die Stille hören, wenn man auf die Stille lauscht …“ Das ist nicht mehr „logisch“, das kann der Verstand nicht mehr verstehen. Aber die Stille ist trotzdem da …

Halten wir also fest: Wenn der Verstand anhält – kommt die STILLE durch, eine Göttliche Stille. Was kann aus der Stille resultieren? So ziemlich alles, das Potential ist grenzenlos …

Namasté!

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von A. Boos (DiSTrActeD B)

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