Kolumne No. 28 (may2014)

A New Generation of TECHNO VI:

Beyond Boundaries

Was bedeutet Techno 2014? – Die FR3AK-Kolumne auf Spurensuche im Osten und anderswo …
Antworten auf diese Frage liefert das diesjährige „Liquid Sunday“-Festival in Altenburg…line

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A New Generation of HARD TECHNO / MELODIC TECHNO / IDM […] VI

PETRA STRUWE

MINUPREN

EDU / EDU pres. ELDAR

INPETTO

THE M MACHINE

MUSIC MIX MODERN VI

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A New Generation of HARD TECHNO / MELODIC TECHNO / IDM […] VI

Es rummst im Osten! Während die ganze Welt mit Sorge auf den Konflikt in der Ukraine schaut und die meisten Menschen hoffen, dass die geopolitisch hochbrisante Auseinandersetzung zwischen den USA und Russland nicht eskaliert zum 3. Weltkrieg, eskaliert die Fr3ak-Kolumne ganz unpolitisch im Sinne eines MINUPREN: „Wir wollen eskalieren!“

Ja, Leute: Vergessen wir für einen Moment den schwelenden Konfliktherd ohne die Kriegsgefahren ignorieren zu wollen. Gönnen wir uns heute den VI. Teil der fantastischen „NEW GENERATION OF TECHNO“-Saga. Hören wir uns an, was die Technomusik-Welt aktuell zu sagen hat. Garantiert kriegsfrei – dafür aber mit progressiven Sound-Bomben. Und was hat es mit dem Untertitel dieser Ausgabe auf sich? Ich las vor ein paar Tagen auf einem Plakat folgenden Spruch: „Grenzen sind doch voll 80er.“ Jawoll! Grenzenlos wollen wir agieren, denn Musik überwindet Schranken und Grenzen.
Fegen wir also alle Grenzen und Barrieren hinweg: Beyond Boundaries! Peace!

Gerummst hat’s übrigens im Osten auch am Oster-Sonntag in Altenburg (Thüringen) als ich mit meiner guten Bekannten Sarah und mit Benny beim diesjährigen „Liquid Sunday“ war. Das Event feierte 10-Jähriges und läutete traditionell wieder mal den Festival-Sommer in Deutschland ein. Aus organisatorischen Gründen war eine zeitnahe FM-Reportage leider nicht möglich. Dafür kommen in der heutigen Kolumne aber die Main-Acts PETRA STRUWE und MINUPREN zu Wort bzw. zu Ton. Es ist angerichtet … 

Folgt mir jetzt auf dieser neuen Reise und lernt mit mir Künstler kennen wie: PETRA STRUWE, MINUPREN, EDU, INPETTO, THE M MACHINE und viele, viele, viele mehr!

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PETRA STRUWE

petaLadies first! Was PETRA STRUWE aus Berlin Wochenende für Wochenende durch die Lautsprecher jagt, lässt jedes hard-technoide Herz höher schlagen. Mit PETRA wird’s nie langweilig, sie bedient den Osten schon seit Jahren mit klirrendem Sound. PETRA ist bekannt für ihre genialen Sets mit Collabo-Partner LEIGH JOHNSON aus Potsdam. Die LEVELTRAUMA-Künstlerin lieferte auch beim „Liquid Sunday“ 2014 ein astreines Klasse-Set ab, wie ihr unten in einem kurzen YouTube-Video sehen könnt. In gewohnter Manier rissen „STRUWE vs JOHNSON“ in Altenburg gemeinsam alles ab. Übrigens: Wir standen und tanzten meist vorne rechts hinter den großen Boxen.

Gebt Euch die Power-Frau! PETRA – der Moment wenn der Bass einsetzt:

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MINUPREN

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MINUPREN (eigentliche Schreibweise: MinuPren) aus dem entlegenen Trier ist schon seit Jahren Garant für flotte Partynächte im Wilden Osten und weit darüber hinaus. Der LEVELTRAUMA-Act kann auf Gigs bei der „Nature One“, der „Loveparade“ sowie auf Shows in Belgien, Spanien, Frankreich oder Malta verweisen – um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Sein Sound wird oft als „MinuStyle“ oder „MinuCore“ bezeichnet, Klassiker sind seine Hits schon jetzt: „Eskalieren!“ und „Der Bass Muss F*cken“ lassen jeden Schenkel wie von selbst wackeln. Sein Set beim „Liquid Sunday“ war mal wieder Güteklasse A:

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EDU / EDU pres. ELDAR

EDU eldar

Mehr als seine Füße möchte uns der gute EDU aus England wohl nicht zeigen, hä?! Das Fuß-Foto ist von der offiziellen EDU-SoundCloud-Page. Weitere Bilder vom Künstler oder seinem Face sind online kaum zu bekommen, auf seinem Twitter-Profil gibt es allerdings ein kleines Miniatur-Bildchen. Hey EDU! Hope you are good looking, mate! Excuse me for some little bloody joke, he

🙂

EDU pres. ELDAR tauchte bereits in Teil IV unserer schönen Serie auf, Stammleser erinnern sich. Infos über den Künstler sind im Netz rar gesät, aber ich bin ja hartnäckig. Nun – die FreakMuzik-Recherche ergab, dass EDU ursprünglich aus Litauen stammt. Aktuell residiert EDU im englischen Northampton und releast u. a. bei den Labels „Monster Tunes“, „Alter Ego“, „Infrasonic“ und „Anjunabeats“. EDU heißt richtig Eldar Abdulajev und sein Sound ist für den ein oder anderen Leser dieser Kolumne wohl zu trance-lastig. Aber wie gesagt: Musikgeschmack ist verschieden und individuell. Ick find EDU dufte! Auch wenn er Namensvetter vom Ex-Schalker Kicker Eduardo Gonçalves de Oliveira alias „Edu“ ist, kann ich als BVB-Anhänger hier ganz ungeniert sagen: Ich bin Fan von EDU! Natürlich nur dem Producer;-) Sein Stil ist letztlich unique und phänomenal in meinen Augen. EDU gibt der IDM-Szene und der modernen Techno-Musikwelt neue Impulse. Wir werden in Zukunft sicherlich noch mehr geliefert bekommen vom Litauer.

Korrigiert mich bitte. Aber so wie ich das einschätze, produziert EDU einerseits als EDU (klar logisch), andererseits aber auch unter dem Pseudonym ELDAR (sein bürgerlicher Vorname). Daher der Projekt-Name „EDU pres. ELDAR“. Etwas strange, aber warum nicht. Falls jemand von Euch mehr Informationen zum mysteriösen litauisch-britischen Produzenten hat: Immer her damit! Bin ganz Ohr! Seid auch Ihr ganz Ohr bei den Hammer-Tracks von EDU & EDU pres. ELDAR. Bloody funky, he! Taip! Sėkmės!


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INPETTO

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Hinter dem Projekt INPETTO stehen 2 DJs und Produzenten aus dem Ruhrgebiet. Ähnlich wie beim Münchener DJ JEROME ISMA-AE, bekannt aus Teil III spielen INPETTO außerhalb Deutschlands eine viel größere Rolle als im Heimatland. INPETTO’s Twitter-Account berichtet von Bookings in Nordamerika, Rom, Estland und Brasilien um nur ein paar Tour-Daten zu nennen. Die Produktionen und RMX-Kooperationen von INPETTO sind vor allem in der Techno-Szene Detroit sehr begehrt. Aber auch schon DINKA, bekannt aus Teil I  haben die 2 Ruhrpottler geremixt.

Für Euch haben wir Einiges in petto:

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THE M MACHINE

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THE M MACHINE – ein Trio aus San Francisco, welches sich erst 2011 gründete. Ihre Werke veröffentlichen sie auf dem SKRILLEX-Label „OWSLA“. Die Band ist für ihre Live-Action berühmt, wo sie live eingesungene und eingespielte Loops editieren und dann in Echtzeit damit spielen (wohl so ähnlich wie BIRDYMAN).

Der RMX zu MAT ZO’s „Lucid Dreams“ [das Original ist in Teil IV im Kapitel „Music Mix Modern IV“ zu hören: Klickt hier!] steht kennzeichnend für den einzigartigen minimalistisch-melodischen Sound von THE M MACHINE. Der Retro-Touch der Gruppe erinnert mich an die Arbeiten von CRYSTAL CASTLES. Checkt die 3 kalifornischen Rabauken von THE M MACHINE aus!

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Music Mix Modern VI

Zum Abschluss gibt’s noch ne kunterbunte Mischung an verrückten Liedern. So, das war’s. Das war das letzte was wir gehört haben. Kurzer Text – große Musik! Ähm, aber ne ganz kurze Frage hab ich noch:

der bass muss

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Was verstehst DU unter dem Begriff „New Generation of TECHNO“?

Schreibt uns:
kolumne[at]freakmuzik.net
oder über Facebook, Soundcloud, Twitter
all @ FreakMuzik(.net)!

von A. Boos (DiSTrActeD B)

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Auf zu den Quellen:

http://www.laut.de

http://www.wikipedia.de

https://soundcloud.com/
(Umfangreiche Künstler-Datenbanken)

http://liquidsunday.de/
(Mehr Infos zum „Liquid Sunday“-Festival in Altenburg)

Lest auch die anderen Teile der Serie:
Teil I: http://freakmuzik.net/kolumne-18/
Teil II: http://freakmuzik.net/kolumne-20/
Teil III:http://freakmuzik.net/kolumne-22/
Teil IV:http://freakmuzik.net/kolumne-24/
Teil V:http://freakmuzik.net/kolumne-26/
Teil VI:http://freakmuzik.net/kolumne-28/
Teil VII:http://freakmuzik.net/kolumne-30/
Teil VIII:http://freakmuzik.net/kolumne-32/
Teil IX:http://freakmuzik.net/kolumne-34/
Teil X:http://freakmuzik.net/kolumne-36/

 

 

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5 Gedanken zu “Kolumne No. 28 (may2014)”

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